Vom Schminkvideo zum Familienvlog – wie sich Nordlicht Bine verändert hat
Wenn man Nordlicht Bine heute zum ersten Mal entdeckt, könnte man wahrscheinlich denken, dass ich schon immer Familienvlogs gemacht habe.
Das stimmt allerdings nicht.
Mein YouTube-Kanal hat eine ziemlich lange Entwicklung hinter sich.
Und wenn ich selbst einmal zurückblicke, finde ich genau diese Entwicklung eigentlich ziemlich spannend.
Denn ich habe mich nicht eines Tages hingesetzt und beschlossen:
„Ab heute mache ich Familienvlogs."
Es hat sich einfach so ergeben.
Ganz am Anfang stand Make-up
Meine ersten YouTube-Jahre waren unter anderem von Schminkvideos geprägt.
Ich habe Make-up gezeigt, Produkte vorgestellt, Hauls gemacht und Tutorials ausprobiert.
Das war damals ein ganz normaler Bestandteil meines YouTube-Alltags.
Ich hatte Spaß daran, Dinge zu testen und vor der Kamera darüber zu erzählen.
Dabei ging es gar nicht darum, eine perfekte Beauty-Expertin zu sein.
Ich habe einfach das gemacht, was mich zu dieser Zeit interessiert hat.
Und genau das war eigentlich schon ein wichtiger Bestandteil meines YouTube-Weges:
Ich habe nie versucht, etwas zu sein, was ich nicht bin.
Die Kamera wurde irgendwann zum Begleiter
Mit einer besseren Kamera änderte sich langsam auch meine Art zu filmen.
Die Kamera stand nicht mehr nur irgendwo und ich saß davor.
Sie durfte irgendwann mit.
Und sobald eine Kamera mit unterwegs ist, passiert automatisch etwas.
Man filmt nicht mehr nur ein Thema.
Man filmt einen Moment. Einen Ausflug. Eine Situation. Eine Unterhaltung. Eine lustige Geschichte. Oder einfach das, was an diesem Tag passiert.
So wurden aus einzelnen Themen langsam Vlogs.
Der Alltag wurde interessanter als ein einzelnes Produkt
Das war für mich wahrscheinlich der entscheidende Wendepunkt.
Wenn ich früher einen Make-up-Haul gemacht habe, war das Thema klar: Diese Produkte sind neu. Ich zeige sie. Ich erzähle etwas dazu. Fertig.
Bei einem Vlog gibt es dagegen kein festes Ende.
Man weiß morgens nicht unbedingt, was abends im Video landen wird.
Vielleicht fahren wir irgendwo hin. Vielleicht treffen wir jemanden. Vielleicht gehen wir einkaufen. Vielleicht passiert irgendetwas vollkommen Unerwartetes.
Und vielleicht sitzen wir am Ende einfach zuhause und stellen fest, dass der Tag trotzdem irgendwie lustig war.
Genau das hat mir gefallen.
Aus Bine wurde Dulli & Bine
Mit der Zeit veränderte sich natürlich auch mein eigenes Leben.
Ich habe geheiratet.
Und damit wurde aus meinem persönlichen Kanal immer mehr ein gemeinsamer Blick auf unser Leben.
Dulli & Bine wurden zu einem festen Bestandteil.
Manuel taucht in vielen Geschichten auf, und irgendwann war es einfach selbstverständlich, dass die Kamera nicht nur mich begleitet (wer neugierig ist, findet ihn mit seinem Streamer-Team auch auf Familybusiness_LP).
Wir wurden zu einem Team vor der Kamera.
Nicht, weil wir das geplant hätten.
Sondern weil wir eben zusammen leben.
Und wenn man seinen Alltag filmt, dann ist der Partner irgendwann automatisch mittendrin.
Familienleben statt perfektes Influencerleben
Ich glaube, das ist ein Punkt, der mir wichtig ist.
Unsere Videos sollen kein perfekt inszeniertes Familienleben darstellen.
Bei uns ist nicht jeden Tag alles schön.
Nicht jeder Ausflug läuft perfekt. Nicht jeder Urlaub läuft nach Plan. Und nicht jeder Mensch ist morgens schon um sieben Uhr bester Laune.
Das ist eben echtes Leben.
Genau deshalb gibt es bei uns auch mal Streit, Chaos, Müdigkeit, dumme Ideen und Momente, bei denen wir selbst lachen müssen.
Ich glaube, gerade diese Mischung macht die Vlogs aus.
Ostfriesland wurde Teil der Geschichte
Je mehr wir unterwegs waren, desto mehr wurde auch die Umgebung zum Bestandteil der Videos.
Ostfriesland ist meine Heimat.
Und deshalb ist es natürlich in unseren Videos präsent.
Wir fahren Fahrrad. Wir machen Ausflüge. Wir besuchen Orte. Wir gehen essen. Wir fahren an die Küste. Wir sind auf Inseln. Wir schauen uns Veranstaltungen an. Wir verbringen einfach Zeit hier.
Das ist kein klassischer Reiseführer.
Wenn ich einen Ort zeige, dann meistens so, wie wir ihn erleben.
Mit uns. Mit unserer Familie. Und manchmal auch mit ziemlich viel Quatsch.
Frau Douglas kam dazu
Irgendwann wurde unsere kleine Video-Welt größer.
Meine Mutter, Frau Douglas, kam stärker dazu.
Und wie das bei Familienmitgliedern eben so ist, war das irgendwann nicht mehr einfach „meine Mutter ist heute im Video".
Nein.
Sie wurde Frau Douglas.
Ein eigener Charakter.
Eine feste Größe.
Jemand, bei dem man nie ganz sicher sein kann, was als Nächstes passiert.
Und genau dadurch veränderte sich der Kanal wieder ein Stück.
Es gab mehr gemeinsame Geschichten.
Mehr Familienmomente.
Und mehr Menschen, die unsere Zuschauer kennenlernen konnten.
Dann kam Leni
Und schließlich kam Leni.
Unsere BKH.
Seit ungefähr fünf Jahren gehört sie zu uns.
Und inzwischen ist sie aus den aktuellen Videos kaum noch wegzudenken.
Leni ist dabei ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein Kanal verändert, ohne dass man es plant.
Natürlich haben wir sie nicht angeschafft, damit sie YouTube-Videos bereichert.
Sie ist einfach Teil unserer Familie.
Und deshalb wurde sie automatisch Teil der Videos.
Wenn sie nicht auftaucht, fehlt mittlerweile irgendwie etwas.
Der Wandel ist eigentlich die Geschichte
Wenn ich meine YouTube-Zeit heute zusammenfassen müsste, würde ich deshalb nicht sagen:
„Ich habe früher Beauty gemacht und mache heute Vlogs."
Das wäre viel zu einfach.
Es war eine Entwicklung.
Ich habe ausprobiert. Ich habe gelernt. Ich habe bessere Kameras bekommen. Ich habe geheiratet. Unsere Familie hat sich verändert. Frau Douglas kam dazu. Leni kam dazu. Wir haben Urlaub gemacht. Wir waren unterwegs. Wir haben Ostfriesland entdeckt und gezeigt.
Und irgendwann waren die Vlogs einfach das, was sich richtig angefühlt hat.
Ich glaube, YouTube darf sich verändern
Das ist vielleicht auch eine Sache, die ich aus all den Jahren mitgenommen habe:
Man muss nicht für immer dasselbe machen.
Nur weil man einmal mit Make-up angefangen hat, muss man nicht 15 Jahre später noch Make-up-Videos drehen.
Und nur weil man irgendwann Vlogs macht, muss jeder Vlog gleich aussehen.
Menschen verändern sich. Interessen verändern sich. Das Leben verändert sich.
Und wenn man sein echtes Leben zeigt, dann verändern sich auch die Videos automatisch.
Genau das ist bei Nordlicht Bine passiert.
Aus Schminkvideos wurden Vlogs.
Aus Vlogs wurden Familiengeschichten.
Aus Familiengeschichten wurde ein Stück gemeinsames Erinnerungsalbum.
Und vielleicht ist das am Ende die schönste Entwicklung, die mein Kanal überhaupt hätte nehmen können.